Als Sanktionsmaßnahme hat das europäische Parlament ein Embargo auf russische Öl- und Rohölproduktlieferungen über den Seeweg erlassen. Bereits am 5. Dezember 2022 traten diese Maßnahmen in Kraft. Seitdem gilt auch ein allgemeiner Preisdeckel auf russisches Rohöl und Rohölprodukte. Nun folgt die Gegenmaßnahme der russischen Regierung.

 

Ölexporte werden ausgesetzt

Im Zuge der Maßnahme durch G7 Nationen und der EU, welche einen allgemeinen Preisdeckel auf russische Ölimporte festgelegt haben, folgte am 27. Dezember die Antwort des Kremls. Auf der offiziellen Homepage wurde das unterzeichnete Dekret Wladimir Putins veröffentlicht, welches einen kompletten Lieferstopp von Rohöl und Rohölprodukten vorsieht, an alle Länder und Privatpersonen für die ein Preisdeckel gilt.

 

So soll das Dekret ab dem 1. Februar in Kraft treten und zunächst für fünf Monate gelten. Also im Zeitraum vom 1. Februar 2023 bis zum 1. Juli 2023, kann in Einzelfällen allerdings auch aufgehoben werden.

 

Denn zunächst gelten die Importembargos, die von den G7 Nationen beschlossen wurden, nur auf Lieferungen, die über den Seeweg transportiert werden. Der Preisdeckel (60$ pro Barrel) soll dazu noch verhindern, dass Russland die beschlossenen Sanktionen umgeht, indem übrig gebliebene Bestände an andere Nationen zum gängigen Marktpreis geliefert werden.

 

Letztendlich ist das Ziel hinter den Sanktionen, Russlands einnahmen aus dem Rohölhandel zu mindern, gleichzeitig aber sicherzustellen, dass der Weltmarkt weiterhin beliefert werden kann.

 

Ausblick

Nach der Veröffentlichung der Meldung erfuhren die Börsen nur kurzlebige Preissteigerungen im gestrigen Tagesverlauf. Die Preise für Heizöl werden heute geringfügig teurer, als noch am Dienstagmorgen erwartet. Es wird mit Aufschlägen von ca +0,00 bis +0,80 €/100l gerechnet.