Die Osterfeiertage sind vorbei, der Iran-Krieg leider nicht. In unverminderter Härte gehen die Kämpfe am Persischen Golf weiter, die gegenseitigen Drohungen werden immer rabiater und die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung immer kleiner. Entsprechend bleiben die Ölpreise an den internationalen Börsen hoch und auch im Inland müssen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auf weitere Aufschläge gefasst machen.

 

Trump droht Teheran mit totaler Zerstörung
Eigentlich wäre das Ultimatum, das US-Präsident Donald Trump dem Iran für die Freigabe der Straße von Hormus gestellt hatte, bereits am gestrigen Montag abgelaufen. Stattdessen wurde es jedoch noch einmal verlängert: Bis heute um 20 Uhr (Washington-Zeit) soll Teheran die für den internationalen Handel wichtige Meerenge wieder für den Schiffsverkehr freigeben.

 

Trumps Drohungen, sollte der Iran das Ultimatum verstreichen lassen, werden unterdessen immer drastischer. „Am Dienstag ist im Iran gleichzeitig Tag des Kraftwerks und Tag der Brücke“, spielt Trump in einem Social Media Post auf die angedrohte Zerstörung von Kraftwerken und sonstiger Infrastruktur an. Weiter heißt es: „Macht endlich die verdammte Meerenge auf, ihr Wahnsinnigen, sonst werdet ihr in der Hölle schmoren – wartet nur ab! Lob sei Allah.“

 

Die Befürchtung, dass der Iran-Krieg damit eine weitere Eskalationsstufe erreichen wird, nehmen damit heute wieder zu, zumal der Iran die markigen Drohungen des US-Präsidenten mit ähnlicher Rhetorik beantwortet hat. Entsprechend sind die Preise an den Ölbörsen heute Morgen erneut gestiegen, denn eine Freigabe der Straße von Hormus erscheint eher unwahrscheinlich.

 

Inlandspreiserwartung
‚Dieser Preisanstieg nach den Osterfeiertagen überträgt sich auch auf die Kraftstoffpreise im Inland. Nicht nur Benzin und Diesel sind enorm teuer, auch die Heizölpreise legen heute Vormittag im Vergleich zu vor den Feiertagen um +4,55 bis +4,95 Euro/100 l zu.