Die Krise im Persischen Golf bleibt auch in dieser Woche das zentrale Thema an den Energiemärkten. Zwar konnten die USA gestern offenbar zwei Tanker durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus eskortieren, daraufhin eskalierte allerdings die militärische Gewalt wieder. Ein Ende des Exportstaus ist also kaum in Sicht – mit massiven Folgen für die globalen Ölvorräte.
Ölvorräte schrumpfen schnell
Und damit auch für die globale Wirtschaft, denn jeden Tag, an dem die Straße von Hormus geschlossen bleibt, muss die Welt auf Alternativen zurückgreifen und verbraucht ihre kommerziellen und strategische Reserven oder auch Öl, das auf Schiffen eingelagert ist. Und zwar in einer besorgniserregenden Geschwindigkeit, wie Experten warnen.
Experten warnen vor weiteren Auswirkungen der Krise
So verweist man etwa bei der amerikanischen Großbank Goldman Sachs auf eine zunehmend kritische Bestandsentwicklung, die sich wegen der Angebotsausfälle dem niedrigsten Stand seit 8 Jahren nähern würde. Die Analysten schätzen, dass die weltweiten Ölvorräte derzeit für 101 Tage der globalen Nachfrage ausreichen und bis Ende Mai auf 98 Tage sinken könnten.
„Es ist wenig Puffer übrig“, warnt auch der Finanzvorstand des US-Energiekonzerns Chevron, Eimear Bonner. „Wenn man auf die beispiellose Störung der weltweiten Lieferungen von Öl und Gas schaut, hat der Markt die vollen Auswirkungen noch gar nicht zu spüren bekommen“, so der Fachmann, der davon ausgeht, dass die Angebotsprobleme zukünftig für noch höhere Preise sorgen dürften.
Heizöl wieder teurer
Auch heute bleiben die Ölbörsen auf hohem Niveau und ziehen auch die Inlandspreise wieder mit nach oben. Verbraucherinnen und Verbraucher in der Bundesrepublik müssen sich deshalb heute wieder auf deutliche Preisaufschläge im Vergleich zu Montagvormittag gefasst machen. 100 Liter Heizöl kosten demnach heute je nach Region ca. +1,65 bis +2,65 mehr als gestern.









