Die Konflikte im Nahen Osten sowie rund um Russland bleiben weiterhin die wichtigsten Treiber der Ölpreise am Weltmarkt. Dabei kämpfen die unschuldig involvierten Länder im Nahen Osten, insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi Arabien und der Irak, um die Erhaltung der Ölexporte und verhindern so noch stärkere Anstiege der Ölpreise.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Bei den kurzfristigen Preisentwicklungen kam es in den vergangenen Wochen zu einem moderaten Auf und Ab bei den Heizölpreisen, während die Schwankungen in den letzten Tagen relativ eng ausfielen. 100 Liter Heizöl kosten in der Bundesrepublik heute durchschnittlich -0,86 Euro weniger als vergangenen Freitag, während die Abweichung zum letzten Montag bei -0,21 Euro liegt. Blicken wir einen Monat zurück, zahlen Heizölabnehmer heute durchschnittlich etwa -0,69 Euro weniger als am 24. Juli.

Langfristige Preisentwicklung
Bei dem langfristigen Preisentwicklungen zeichnet sich weiter ab, wie deutlich die großen Konflikte dieses Jahr an den Ölpreisen rütteln. So zahlen Heizölkäufer in der Bundesrepublik heute durchschnittlich +16,38 Euro mehr als zur vergangenen Frühlingssaison vor drei Monaten, als besonders die Auseinandersetzungen im Nahen Osten sich zwischenzeitig etwas beruhigt hatten. Blicken wir weiter zurück, kostet Heizöl heute +49,45 Euro mehr als vor einem Jahr und +48,59 Euro mehr als im August 2024.

 

 

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Iran hält Straße von Hormus allgemein geschlossen
Einer der zentralen Punkte des US-Iran-Konflikts ist die Durchfahrtkontrolle in der Straße von Hormus. Hier will der Iran weiter einen eisernen Griff halten und nur Schiffe passieren lassen, die eindeutige Erlaubnis und etwaige Abkommen mit der iranischen Regierung haben, nicht-angemeldete Handelsschiffe sollen weiterhin ausgesperrt bleiben.

– Ukraine hält Angriffe gegen Russland aufrecht
Die Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine laufen weiter. Kiew versucht die russischen Öleinnahmen scharf einzuschränken, indem Ölexporthäfen und Raffinerien regelmäßig bei Angriffen beschädigt und in Folge außer Betrieb gesetzt werden. Dies sorgt jedoch auch am globalen Markt für Einschränkungen bei Ölprodukten.


Was spricht aktuell für sinkenden Preise?
– Nahost-Länder suchen Umwege, um Ölexporte zu sichern
Während der bestehende US-Iran-Konflikt die Ölexporte im Nahen Osten stark einschränkt, kämpfen die nahen Länder darum, ihre Öllieferungen aufrecht zu halten. Dabei kommt es zu internationalen Zusammenarbeiten mit globalen Großlieferanten, Umleitungen von Öltransporten und Planungen zu Exportlinien, welche die umkämpfte Straße von Hormus umgehen.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 24.08.2026